Konferenz im Bayerischen Landtag

 

„Ilham Tohti und die Menschenrechte der Uiguren“

 

Auf Einladung der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen und in Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Verein Ilham Tohti Initiative e.V., der Gesellschaft für bedrohte Völker und der Organisation der nichtrepräsentierten Nationen und Völker (UNPO) fand am 12. Dezember 2016 im Bayerischen Landtag eine Konferenz statt, bei der über die gegenwärtige Situation der Uiguren im Autonomen Gebiet Xinjiang (Ostturkestan) gesprochen und die Möglichkeit einer friedlichen Lösung der ethnischen Spannungen gemäß Ilham Tohtis Ideen diskutiert wurde.

 

Teilnehmer waren Landes- und Bundespolitiker ebenso wie Vertreter des Europäischen Parlaments und verschiedener ausländischer Menschenrechtsorganisationen. Es war eine lebhafte und vielversprechende Veranstaltung, an deren Ende eine Resolution verabschiedet wurde.

 

 

  

Konferenz im Europäischen Parlament

 

 Am 10. Oktober 2016 veranstalteten die Organisation der nichtrepräsentierten Nationen und Völker UNPO (Unrepresented Nations and Peoples Organization), die Ilham Tohti Initiative (ITI,) ChinaChange.org und die Alliance of Liberals and Democrats for Europe (ALDE) eine Konferenz, die den für den diesjährigen Sacharow-Preis nominierten uigurischen Regimekritiker Prof. Ilham Tohti unterstützen sollte. Sprecher unterschiedlichen Hintergrunds kamen zusammen, um die Bedeutung seiner Nominierung hervorzuheben: Er würde nicht nur eine Anerkennung seines selbstlosen Einsatzes für Verständigung zwischen den ethnischen Gruppen in Xinjiang bedeuten, sondern auch internationale Beachtung auf die Missstände in seiner Heimat sowie allgemein auf das rücksichtslose Vorgehen Chinas im In- und Ausland ziehen.

Leider wurde am 11. Oktober entschieden, dass Prof. Tohti nicht zu den drei Finalisten gehört, doch noch am gleichen Tag erhielt er den Martin Ennals Award for Human Rights Defenders, einen von zehn führenden Menschenrechts-organisationen der Welt verliehener Menschenrechtspreis.

 

Siehe auch:

http://unpo.org/article.php?id=19554
http://www.uigurkultur.com/volk-und-land/ursachen-der-ethnischen-spannungen/ilham-tohti/
http://www.dw.com/de/menschenrechtspreis-f%C3%BCr-uigurischen-aktivisten-ilham-tohti/a-36014155

 

Lesung

 

Am 16. Juli 2016 fand in der „Galerie im Hühnerstall“ in Bernau eine Vernissage statt, bei der sowohl der Maler Nijat Hushur und seine Kunst als auch Fotos aus Xinjiang und uigurische Musik vorgestellt wurden. Ingrid Widiarto las aus ihrem Buch „Uigurische Geschichten“.

Galerie im Hühnerstall, Schönerlinder Str. 88, 16321 Bernau, Ortsteil Schönow:
http://www.wilfried-staufenbiel.de/

 

 

Gemälde-Ausstellung

 

Am 3. Juli 2016  wurde im Gemeinschaftshaus Schloss Vichel im Ruppiner Land eine Ausstellung des uigurischen Malers Nijat Hushur eröffnet. Professor Johannes Küchler führte durch den Park und die Geschichte des alten Guthauses und stellte anschließend in einem Lichtbildervortrag die Heimat der Uiguren vor, mit vielen Details zur Geschichte, Kultur und der heutigen Situation der Uiguren in Xinjiang.
Zum Abschluss bewirteten der Künstler und seine Frau alle Gäste mit einem reichhaltigen und vorzüglichen uigurischen Abendessen.

 

 

Foto-Ausstellung

 

Vom 2. bis 24. Mai 2016 waren in der Urania Berlin Fotos zum Thema Uiguren in Xinjiang ausgestellt, so dass die Besucher der Vorträge und anderen kulturellen Veranstaltungen Gelegenheit hatten, sich vor Beginn oder in den Pausen über die Kultur und die heutige Situation der Uiguren zu informieren.